VERHALTENSTHERAPIE & VERHALTENSMEDIZIN

Heft 3 - 1999

Psychophysiologische Reaktivität bei Personen mit essentieller Hypertonie

Claus Vögele

Zusammenfassung. In psychophysiologischen Experimenten sind große interindividuelle Unterschiede in der physiologischen Reaktivität auf psychische Belastung festzustellen. Als Hyperreaktivität bezeichnet man die Disposition von Personen, in belastenden Situationen mit größeren physiologischen Veränderungen zu reagieren als eine (im Sinne der Hypothesen der Studie definierte) Kontrollgruppe. Bluthochdruckkranke Personen zeigen zum Beispiel eine erhöhte Reaktivität im kardiovaskulären System, die sich in elektrodermaler Aktivität oder Atmung nicht wiederfindet. Dieses Ergebnis könnte darauf hinweisen, daß die kardiovaskuläre Reaktivität eine wichtige Rolle in der Entwicklung der essentiellen Hypertonie spielt. In diesem Artikel werden die wichtigsten theoretischen Grundlagen und empirischen Befunde zur Bedeutung kardiovaskulärer Reaktivität für die essentielle Hypertonie dargestellt.

Schlüsselwörter: essentielle Hypertonie, kardiovaskuläre Reaktivität, psychische Risikofaktoren für kardiovaskuläre Krankheiten, psychophysiologische Untersuchungen

 

Prof. Dr. phil. Claus Vögele
Department of Psychology
Faculty of Health Care and  Social Studies
University of Luton
Park Square, Luton LU1 3JU
England

 


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