| VERHALTENSTHERAPIE &
VERHALTENSMEDIZIN Heft 2 - 1999
Guy Bodenmann, Annette
Cina, Kathrin Widmer
Ergebnisse zur Wirksamkeit des Freiburger
Streßpräventionstrainings für Paare (FSPT)
bezüglich der Partnerschaftsqualität:
Eine 6-Monate-Follow-up-Studie
Zusammenfassung: Auf der
Grundlage der empirischen Partnerschaftsforschung
wurden in den letzten zwanzig Jahren mehrere
empirisch fundierte Präventionsprogramme
entwickelt. Diese Ansätze fokussieren
mehrheitlich die Verbesserung der dyadischen
Kommunikation sowie der Problemlösekompetenzen
des Paares. Auf dem Hintergrund der
Streßforschung bei Paaren stellt das in diesem
Beitrag dargestellte Freiburger
Streßpräventionstraining für Paare (FSPT)
durch die Einbeziehung von individuellen und
dyadischen Belastungsbewältigungsskills eine
Weiterentwicklung und Ergänzung bisheriger
Präventionstrainings dar.
Die Wirksamkeit des Ansatzes
wird in einer 6-Monate-Follow-up-Untersuchung
bezüglich Effekten auf das Funktionsniveau des
Paares (Partnerschaftsqualität,
Beziehungszufriedenheit, Trennungsabsichten,
Kommunikationsqualität usw.) untersucht.
Die Ergebnisse sprechen für
eine kurz- und mittelfristige Wirksamkeit des
Ansatzes bezüglich den erwähnten abhängigen
Variablen. So verbessert sich die
Beziehungsqualität der Interventionspaare
signifikant nach der Intervention. Detaillierte
Analysen zeigen jedoch, daß insbesondere die
Paare vom Präventionsprogramm profitieren,
welche die Trainingselemente im Alltag anwenden.
Schlüsselwörter:
Partnerschaft, Streß, Coping, Kommunikation,
Prävention
PD Dr. Guy Bodenmann
Lic. phil. Annette Cina
Lic. phil. Kathrin Widmer
Institut für Familienforschung und -beratung
Universität Fribourg
Avenue de la Gare 1
CH-1700 Fribourg
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