| VERHALTENSTHERAPIE &
VERHALTENSMEDIZIN Heft 2 - 1999
Ulrike Lupke, Ulrike Ehlert
Verhaltensmedizin im allgemeinen Krankenhaus
IV. Kurz- und langfristige Effekte bei Patienten
mit somatoformen Störungen
Zusammenfassung: 27 stationäre
Patienten mit somatoformen Störungen wurden
mittels einer störungsspezifischen
Kurzzeittherapie im Rahmen eines psychologischen
Konsiliar- und Liaison-Dienstes behandelt. Als
Kontrollgruppe dienten 18 ausschließlich
somatomedizinisch behandelte Patienten mit
somatoformen Störungen. Für die
psychotherapeutisch behandelten Patienten ergab
sich eine relevante Stimmungsaufhellung, eine
höhere Psychotherapiemotivation bei Entlassung
und eine häufigere Inanspruchnahme
psychotherapeutischer Weiterbehandlung sowie eine
größere Effektstärke hinsichtlich der
Depressionsreduktion. Aufgrund der dargestellten
Ergebnisse kann von der Effektivität einer
psychotherapeutischen Kurzzeitintervention im
Allgemeinkrankenhaus bei Patienten mit
somatoformen Störungen ausgegangen werden.
Schlüsselwörter:
somatoforme Störungen, Verhaltensmedizin,
Konsiliar-Liaisontätigkeit,
Kurzzeitintervention, Katamneseuntersuchung
Dr. Ulrike Lupke
Ambulante Verhaltensmedizin
Maria-Louisenstr. 100
D-22301 Hamburg
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