| VERHALTENSTHERAPIE &
VERHALTENSMEDIZIN Heft 2 - 1999
Ulrike Ehlert, Dieter
Wagner, Ulrike Lupke
Verhaltensmedizin im Allgemeinkrankenhaus:
III. Effekte einer psychotherapeutischen
Kurzzeitintervention bei alkoholabhängigen
Patienten
Zusammenfassung: Für
die Behandlung alkoholabhängiger Patienten im
Allgemeinkrankenhaus wurde ein standardisiertes,
kognitiv-verhaltenstherapeutisches
Behandlungsprogramm mit 12 Sitzungen konzipiert,
dessen Wirksamkeit bei 12 Patienten (BG) im
Vergleich zu ausschließlich medizinisch
behandelten Patienten (n = 22, KG), geprüft
wurde. Neben medizinischen Parametern der
Alkoholabhängigkeit wurde vor und nach der
psychologischen Intervention das Ausmaß an
fremdbeurteilter depressiver Gestimmtheit
erfaßt. Zum Entlassungszeitpunkt wurde das
Ausmaß an Psychotherapiemotivation erhoben; ein
Jahr nach der stationären Entlassung erfolgte
eine katamnestische Befragung. Eine
Stimmungsverbesserung fand sich nur für die BG.
Diese Patienten zeigten eine deutlich höhere
Psychotherapiemotivation als die KG. Die
Rücklaufquote des Katamnesebogens betrug für
die BG 83.3% und für die KG 68.2%, wobei sich
60% der BG im Vergleich zu 26.6% der KG zum
Katamnesezeitpunkt als abstinent beschrieben.
Schlüsselwörter:
Verhaltensmedizin, Konsiliar-Liaisontätigkeit,
Kurzzeitintervention, Alkoholabhängigkeit
PD Dr.rer.nat. Ulrike
Ehlert
Forschungszentrum für Psychobiologie und
Psychosomatik
Universität Trier
Friedrich Wilhelm-Str. 23
D-54290 Trier
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