| VERHALTENSTHERAPIE
& VERHALTENSMEDIZIN Heft 2 -
1998
Kognitiv-behaviorales
Anti-Streß-Training (AST) für
acht- bis dreizehnjährige Kinder
In der
Literatur wird zunehmend
berichtet, daß schon Kinder
Streß erleben und sogar
psychische und physische
Beanspruchungssymptome aufzeigen.
Demgegenüber weisen sie jedoch
zu geringe
Streßbewältigungskompetenzen
auf. Während im
Erwachsenenbereich schon
vielzählige multimethodale
Streßbewältigungsprogramme
entwickelt wurden, liegen für
das Kindes- und Jugendalter noch
zu wenig kognitiv-behaviorale
Interventionsansätze vor. Das
neu entwickelte
Anti-Streß-Training (AST) für
Kinder hat zum Ziel, aktuelle
Belastungen zu reduzieren und den
Kindern eine Vielzahl von
Bewältigungsmaßnahmen zu
vermitteln, um mit Belastungen
auch langfristig besser umgehen
zu können. Es basiert auf dem
Streßimpfungstraining und
verwendet entsprechend als
wesentliche Techniken kognitive
Umstrukturierung, ein
Problemlöse-,
Selbstinstruktions- und
Entspannungstraining. Ebenso wird
eine Rückfallprävention
vorgenommen. Zusätzlich soll
noch die Erholungskompetenz
gesteigert werden. Erste
Evaluationsbefunde legen die
Wirksamkeit des Programms nahe.
Petra
Hampel, Franz Petermann
Schlüsselwörter:
Streß-
und Bewältigungsprozeß,
Streßbewältigungsprogramm,
Kinder
Anschrift:
Dr. Petra Hampel
Zentrum für
Rahabilitationsforschung
Universität Bremen
Grazer Straße 2, 6 und 8
D-28359 Bremen
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