VERHALTENSTHERAPIE & VERHALTENSMEDIZIN

Heft 2 - 1998

Lernstörungen - Bedingungsmomente und Interventionsperspektiven

Der Beitrag analysiert Lernstörungen bei Kindern und Jugendlichen und führt unzureichende Lernleistungen vor allem auf einen Mangel an metakognitiven Vermittlungen sowie auf eine mangelnde Nutzung bzw. Ableitung von Lernstrategien zurück. Auf einer zweiten Analyseebene werden Gründe für die mangelnde Strategienutzung genannt, wobei motivationale, sozioökonomische Bedingungen, unzureichende Wissensbestände und mangelnde Ausführungsfertigkeiten behandelt werden. Aus diesem modifizierten good-strategy-user-model werden Perspektiven für die Intervention abgeleitet. Als Interventionsmöglichkeiten werden die Vermittlung von Lernstrategien, die Anregung metakognitiver Prozesse, die Vermittlung von Wissen, motivierende Maßnahmen und die Einübung von relevanten Teilfertigkeiten (etwa Gedächtnisprozesse, Kategorisierungen) dargestellt.

Gerhard W. Lauth


Schlüsselwörter:
Lernstörungen, Lernstrategien, Kinder, Kognitive Verhaltensmodifikation

Anschrift des Autors:
Prof. Dr. Gerhard W. Lauth
Universität zu Köln
Heilpädagogische Fakultät
Klosterstraße 79 b
D-50931 Köln


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