Anke Müller-Peters
Psychologie des Euro

2001, 260 Seiten, 
ISBN 3-935357-22-2
Preis:  25,- Euro

- vergriffen -


Ökonomische Psychologie beschäftigt sich mit dem Erleben und Verhalten von Menschen im wirtschaftlichen Kontext, denn genauso wie in anderen Umfeldern handeln und denken sie auch hier nicht nur rational-logisch, sondern meist auch psycho-logisch.

Das Buch beleuchtet nun die psychologische Dimension des Euro und erklärt die Einstellung der Bürger zur Europäischen Währungsunion durch das Konzept der nationalen Identität. Mehr als 15.000 Interviews in allen 15 Ländern der Europäischen Union bilden die empirische Basis der Untersuchung. Der Text fokussiert besonders die Länder Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

Die Arbeit zeigt u.a., dass die nationale Identität mehrere Dimensionen hat, die ganz unterschiedlich auf die Akzeptanz des Euro wirken. So beeinflusst die Meinung der nationalen Überlegenheit des eigenen Landes gegenüber anderen Ländern (diskriminierende Identifikation) die Haltung zum Euro negativ. Demgegenüber ist das Vertrauen in nationalstaatliche Institutionen (instrumentelle Identifikation) zumindest in den Ländern, die sich zur Teilnahme an der Währungsunion entschlossen haben, günstig für die Akzeptanz des Euro.

Die Arbeit zeigt nicht nur, dass die differenzierte Sicht nationaler Identität die Einstellung zum Euro erklären kann, sondern dass sie auch vielversprechend für die Erklärung der Akzeptanz anderer supranationaler Integrationsprozesse ist.


Pabst Science Publishers
Eichengrund 28
D-49525 Lengerich

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