|
Bruno Kopp, Nina Rösser, Sandra Tabeling, Katharina Krauss, Simone
Malotinsky, Hans Jörg Stürenburg, Karl Wessel
Die funktionelle Neuroanatomie der exekutiven Kontrolle:
Eine neuropsychologische Studie |
|

2012, 184 Seiten,
ISBN 978-3-89967-801-7,
Preis: 25,- Euro |
In dem hier vorliegenden Band der wissenschaftlichen Reihe
„Forschung, Innovation und Effizienz im Gesundheitswesen“ wird erstmals
das Thema der neuropsychologischen Rehabilitation aufgegriffen. Das Buch
bündelt die Ergebnisse einer umfangreichen klinischen Studie der
Forschungsgesellschaft Kognitive Neurologie, einem An-Institut an der
Technischen Universität Braunschweig, und der Neurologischen Klinik des
Klinikums Braunschweig.
In der hier vorgestellten Studie wurden die kognitiven Funktionsverluste
bei Schlaganfallpatienten untersucht, die häufig infolge von
Schädigungen des Stirnhirns (auch Frontalhirn) zu beobachten sind. Diese
oftmals als Störungen der exekutiven Kontrolle bezeichneten kognitiven
Funktionsverluste betreffen in besonderer Weise höhere geistige
Prozesse, insbesondere problemlösende Intelligenz, Planungsfähigkeit,
Zielgerichtetheit von Handlungen, Ausübung kognitiver Kontrolle, Wahrung
geistiger Flexibilität und Bewältigung von Mehrfachanforderungen.
Störungen der exekutiven Kontrolle haben vielfältige Auswirkungen auf
die selbständige Alltagsbewältigung, die berufliche Wiedereingliederung
und die soziale Integration, und sie stellen die neuropsychologische
Rehabilitation der betroffenen neurologischen Patienten vor besonders
schwierige Aufgaben.
Das Buch bietet einleitend einen umfassenden Überblick über den
bisherigen Stand der Forschung zu Störungen der exekutiven Kontrolle,
die Schädigungen des Stirnhirns häufig folgen. Der zweite Teil des
Buches befasst sich mit der detaillierten Darstellung der an der
Neurologischen Klinik des Klinikums Braunschweig in Zusammenarbeit mit
der Klinik Niedersachsen, Bad Nenndorf, durchgeführten Studie.
Im Ergebnis kann festgestellt werden, dass mittels der vorgelegten
Studie einige vielversprechende Messverfahren für eine
neuropsychologische Diagnostik von Störungen der exekutiven Kontrolle
identifiziert werden konnten. Auf diesen Befunden aufbauend können nun
erstmals geeignete Testverfahren für die neuropsychologische Diagnostik
von Störungen der exekutiven Kontrolle mit dem Ziel entwickelt werden,
Validität, Genauigkeit und Trennschärfe des Instrumentariums zu
optimieren. |